Behandlung nur gegen Vorkasse
Wegen Honorarreform schränken Fachärzte in Baden-Württemberg medizinische Leistungen für Kassenpatienten massiv ein.
Kassenpatienten, die nicht Vorkasse leisten sind „unerwünscht“
KBV-Vorsitzender Köhler räumt ein, im Vorfeld „Versorgungsprobleme“ gesehen zu haben
Mainz. Wegen der Honorarreform für die niedergelassenen Ärzte kürzen Fachärzte in Baden-Württemberg zunehmend ihre medizinischen Leistungen für Kassenpatienten. Nach Recherchen des ARD Politikmagazins REPORT MAINZ bieten viele Praxen nur noch eine so genannte „Basisversorgung“.
Engpässe ab 2009?
Wie bereits berichtet, hat die AOK 64 Wirkstoffe mit einem Gesamtumsatzvolumen von 2,3 Milliarden Euro (Apothekenverkaufspreis) ausgeschrieben und wird mitte November die Vergabe bekannt geben. Damit werden 6 Wochen vor Ende des Jahres 320 neue Rabattverträge für den 1.1.2009 geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt werden die ausgeschiebenen Wirkstoffe nur noch bei den 5 Regionen, die die AOK gebildet hat jeweils von einem Unternehmen beliefert. Peter Schmidt, Geschäftsführer des Branchenverbandes Pro Generika warnte heute in einer Meldung:
Ausgaben für Arzneien
Die Kaufmännische Krankenkasse gab heute am 29.7.2008 bekannt, dass die Ausgaben für Arzneien aus öffentlichen Apotheken bei der Krankenkasse um 6,7 Prozent je Mitglied gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt knapp 320 Millionen Euro im ersten Halbjahr diesen Jahres gestiegen sei.
