Zusatzbeiträge bei Krankenkassen ab Juni?
Wie die "Welt online" berichtete, werden wohl einige Krankenkassen zum 1. Juli 2009 wegen unzureichender Kostendeckung einen Zusatzbeitrag zu erheben müssen. 16 deutsche Krankenkassen sollen davon betroffen sein. Somit könnte der Gesamtbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung trotz der Absenkung des einheitlichen Beitragssatzes aller Krankenkassen von 15,5 auf 14,9 % bei den betroffenen Mitgliedern steigen. Grund dafür ist die ausschließliche Belastung des Zusatzbeitrages über den Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber ist beim Zusatzbeitrag nicht betroffen.
Der Zusatzbeitrag ist allerdings systembedingt und quasi der Erhöhung des einheitlichen Beitragssatzes vorgeschaltet. Auch wenn die Krankenversicherungsausgaben schneller steigen als die beitragspflichtigen Einnahmen der GKV-Mitglieder führt dieses nicht sofort zur Erhöhung des Beitragssatzes sondern erst, wenn der Fonds die Ausgaben der Krankenkassen zwei Jahre hintereinander zu weniger als 95 Prozent abdeckt. In dieser Zeit können die Kassen dann einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern verlangen. Ohne Einkommensprüfung bis zu 8 EURO pauschal im Monat und bei höheren Pauschalen oder prozentualen Hebesätzen gilt eine Beschränkung auf 1 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder. Wie die Versicherten nun auf die erste Erhebung von Zusatzbeiträgen reagieren werden dürfte spannend werden. So wird auch schon darüber spekuliert ob bei den ersten, die den Zusatzbeitrag einführen nicht direkt eine "Kassenflucht" einsetzt, denn die Versicherten haben in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht welches es ihnen erlaubt, die Krankenkasse zu wechseln, ohne dass der Zusatzbeitrag fällig wird.
0 Kommentare zu Zusatzbeiträge bei Krankenkassen ab Juni?
- Noch keine Kommentare
