Engpässe ab 2009?
Wie bereits berichtet, hat die AOK 64 Wirkstoffe mit einem Gesamtumsatzvolumen von 2,3 Milliarden Euro (Apothekenverkaufspreis) ausgeschrieben und wird mitte November die Vergabe bekannt geben. Damit werden 6 Wochen vor Ende des Jahres 320 neue Rabattverträge für den 1.1.2009 geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt werden die ausgeschiebenen Wirkstoffe nur noch bei den 5 Regionen, die die AOK gebildet hat jeweils von einem Unternehmen beliefert. Peter Schmidt, Geschäftsführer des Branchenverbandes Pro Generika warnte heute in einer Meldung:
„Es ist bereits jetzt absehbar, dass diese neue Rabattstrategie der AOK weit reichende Konsequenzen haben wird. Eine davon besteht darin, dass angesichts der extrem kurzen Vorlaufzeit anfängliche Lieferengpässe vorprogrammiert sind“.
Konsequenter weise fordert er denn auch von der AOK dieser Gefahr vorzubeugen und notfalls Übergangsfristen zu vereinbaren. Den Patienten empfhielt Schmidt, zu Jahresanfang längere Wartezeiten in den Apotheken einzuplanen da Patienten zu Teil andere Medikamente bekommen und dementsprechend ein zeitlicher Aufwand entsteht, verunsicherte Patienten aufzuklären und zu beruhigen. Die Apotheker/innen müssen darstellen, dass eine gesetzliche Verpflichtung besteht, bei Wirkstoffen für die ein Rabattvertrag besteht und der Arzt die Ersetzung nicht ausgeschlossen hat nur die Arzneimittel aus dem Rabattvertrag abzugeben.
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